dem Dachverband aller Senioren Schutz Bund Vereine !

Wir sind ein gemeinnütziger Verband, der sich als Selbsthilfeorganisation versteht.
Unsere Erkennungsbuchstaben SSB stehen für 

S = Senioren - Sozial

S = Schutz - Hilfe inbegriffen 

B = Bund - Netzwerk - Gemeinschaft 

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20.04.2017 

Sehr geehrte Frau Präsidentin Roßbach,
 

beim Lesen Ihres Interviews vom 12.4. in der Rheinischen Zeitung musste ich mich doch sehr wundern. Sie sind noch sehr jung und erst seit 1. Januar '17 im Amt als Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, anders kann ich mir Ihre Äußerungen nicht erklären.
Als Frau, die selbst keine Mutter ist, erhebe ich hier die Stimme für die Mütter und Großmütter, deren Leistung Sie als "keine Arbeit erwirtschafteten Rentenbeiträge" bezeichnen. 
Sie sagen weiter; " je mehr man bei der Altersversorge die Menschen verunsichert, umso weniger kümmern sich die Menschen selbst um das Thema". Halten Sie die gegenwärtigen Beitragszahler für unverantwortliche Menschen, oder werben Sie indirekt für privatwirtschaftliche Rentenversicherungen?
Von der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung erwarte ich eine sozialere Einstellung. Die Deutsche Rentenversicherung sollte eine Solidargemeinschaft sein.
Sollten sich nicht eher dafür einsetzen, dass die der Rentenversicherung entnommenen Gelder endlich wieder zurück fließen? Sollten Sie nicht für die Rentenversicherung kämpfen (statt indirekt dagegen)?
Ihre Äußerung, „man kann einfach sagen, dass eine kleine Rente gleichbedeutend mit Altersarmut ist“ ist eine Frechheit. Denn gerade bei den gegenwärtigen Rentnerinnen gibt es viele mit kleinen Renten. Und diese Frauen waren nicht einfach faul, sie waren Hausfrauen und Mütter und haben viele Jahre keine Rentenbeiträge zahlen können, weil sie dafür gesorgt haben, dass neue Rentenbeitragszahler heranwachsen.
Die gegenwärtige immer noch hohe Arbeitslosigkeit (in vergangenen Jahren war diese noch höher), hindert viele Menschen daran, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen. Unzählige, vor allem auch Alleinerziehende, haben nur 450 €-Jobs, von denen man unmöglich private Rentenvorsorge betreiben kann.
Sie greifen die etablierten Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl an und warnen vor Wahlversprechen gegenüber den Rentnern. Das klingt gerade so, als ob Ihr TOP Gehalt dann gekürzt würde, oder Ihre Firma dann pleite machen würde. Fordern Sie lieber von den etablierten Parteien die Milliarden von Fremdentnahmen aus der Deutschen Rentenversicherung zurück. 
Werben Sie nicht für private Zusatzversorgung, sondern sorgen Sie dafür dass Ihr Haus seine Rechte bekommt und verwalten Sie unsere Beiträge besser.
Wer jung ist muss manchmal viel lernen und vor allem die Vergangenheit nicht aus dem Blickwinkel verlieren. Denn bei der Deutschen Rentenversicherung liegt das Übel in den Jahren 1966 bis in die Gegenwart.
Und noch etwas: Was ist mit den RenterInnen, denen bis vor ca. 10 Jahren immer noch vorgegaukelt wurde: "Die Renten sind sicher"(Blüm)
Als dann die Aufforderung kam, selbst noch zusätzliche Rentenversicherungen abzuschließen, war es für viele zu spät. Ganz zu schweigen von der Niedrigzinspolitik, die sich inzwischen in vielen Fällen schon zu "Minuszinsen" entwickelt hat.
Jahrelang hat sich kein federführender Politiker wirklich die Mühe gemacht, etwas gegen die unmenschlichen Niedriglöhne zu unternehmen, die mit Hartz IV aufgestockt werden mussten und damit auch wieder weniger Geld in die Rentenkasse gespült haben. Die inzwischen eingeführten Mindestlöhne sind auch mit der "heißen Nadel gestrickt", da sie von vielen Arbeitgebern unterlaufen werden, die Leistungen von Ihren Mitarbeitern verlangen, die in der vorgesehenen Zeit unmöglich zu schaffen sind. Diese Arbeitnehmer müssen dann wesentlich länger als die vorgegebene Zeit arbeiten und haben damit unter dem Strich wieder einen wesentlich geringeren Stundenlohn. Auch dabei gehen wieder Rentenversicherungsbeiträge verloren!

Dagegen müssten Sie sprechen!!!!!


Mit freundlichen Grüßen

Erika Lohe-Saul, Präsidentin des Bundesverbandes Graue Panther e.V.

Offener Brief als Download



Der Vorstand des Bundesverbandes Graue Panther e.V., die Mitglieder der Gruppe Deutschland und die zahlreichen SSB Ortsvereine gratulieren heute, am 7. März 2017, der Gründerin des Bundesverbandes und der Grauen Panther Generationenbewegung zum 92. Geburtstag.

Aus verschiedenen und verständlichen Gründen hat sich Trude Unruh aus dem öffentlichen Leben zurück gezogen. Für die Bewegung bedeutete das den Verlust der aktiven Galionsfigur. Trude Unruh hatte diverse Nachfolger für die verschiedenen Teile der Bewegung (Akademie, Bildungswerke, Partei, Stiftung, Verein) im Auge. Sie, Ihr Engagement und Tatkraft konnte und kann aber durch niemanden ersetzt werden. 
Trude Unruh war einfach eine aktive, streitbare und bekannte Persönlichkeit. Eine Visionärin. Ihre Jugendzeit war ziemlich genau die Zeit des zweiten Weltkrieges. In der Folgezeit bis zur "Europäisierung" hat sie alles erlebt, war Mitglied des Bundestages, hat verschiedene Bücher geschrieben, Institutionen gegründet. Trude Unruh ist in der Bewegung nicht zu ersetzen. Drei Zitate zu Trude Unruh sind dazu sehr treffend, alle stammen aus Grußworten zu Ihrem 85. Geburtstag:
Norbert Blüm: "Sie ist ein Original und das sage ich mit großem Respekt, denn in der Politik fehlt es an Originalen"
Prof. Dr, Rita Süssmuth: "Ihre Wirkung wird weit über den Tag hinaus dauern und das sage ich auch für ihr parlamentarisches Wirken" 
Udo Lindenberg: "Toll war, dass Du vor allem den älteren Menschen die Energie und Power gegeben hast, wichtig, lasst Euch nicht hängen, kommt zusammen, wir gehören zusammen, wir sitzen alle in einem Boot, das ist DEIN Verdienst"
Deinen Verdienst ehren und ihn weiter gegenwärtig zu halten, ist unser Geschenk für Dich, liebe Trude.

Für den Bundesvorstand Erika Lohe-Saul und Sascha Stinder (1.  Vorsitzender SSB 2000 Wuppertal e.V.)